„Mein Kind will nicht in die Schule” – Wenn hinter der Verweigerung mehr steckt
- Irja Gerdes
- 7 days ago
- 3 min read
„Mein Kind will nicht in die Schule” – Wenn hinter der Verweigerung mehr steckt
Lesezeit: 7 Minuten
„Ich geh da nicht hin.”
Dein Kind steht morgens im Flur.
Die Schultasche ist gepackt.
Aber dein Kind bewegt sich nicht.
Vielleicht weint es.
Vielleicht schreit es.
Vielleicht sagt es einfach nur: „Ich kann nicht.”
Und du?
Du versuchst zu motivieren.
Zu ermutigen.
Zu erklären, warum Schule wichtig ist.
Aber nichts hilft.
Der Kampf, den niemand gewinnen kann
Wenn Kinder sich weigern, in die Schule zu gehen, beginnt für Eltern oft ein täglicher Kampf:
∙ Morgens wird verhandelt, gedroht, geweint
∙ Die Schule übt Druck aus
∙ Andere sagen: „Das Kind muss einfach durch”
∙ Du fühlst dich hilflos, erschöpft, überfordert
Und gleichzeitig spürst du:
Da ist mehr.
Das ist nicht einfach nur „keine Lust”.
Das ist keine Phase.
Dein Kind leidet.
Was die Schule (oft) nicht sieht
In der Schule wird schnell gestempelt:
„Das Kind ist faul.”
„Es braucht mehr Struktur.”
„Vielleicht ADHS?”
„Oder eine Therapie?”
Aber was, wenn das alles nicht stimmt?
Was, wenn dein Kind:
∙ Hochsensitiv ist und die Reizüberflutung in der Schule nicht aushält?
∙ Einen anderen Lernstil hat und deshalb ständig das Gefühl hat zu versagen?
∙ Unbewusst DEINE Schulangst trägt?
∙ Eine Blockade aus dem Familiensystem mitbringt?
Dann hilft keine Therapie, die am Kind ansetzt.
Dann braucht es einen anderen Blick.
Die drei häufigsten Ursachen für Schulverweigerung
1. Dein Kind spiegelt DEINE Schulerfahrung
Ich frage Eltern oft:
„Wie war Schule für dich?”
Und dann kommen Sätze wie:
∙ „Ich hatte immer Angst, etwas falsch zu machen.”
∙ „Ich wurde gemobbt.”
∙ „Ich habe mich durchgebissen, aber es war die Hölle.”
Und genau das spürt dein Kind.
Nicht als bewusste Erinnerung.
Sondern als energetisches Feld.
Kinder tragen oft das aus, was Eltern nicht verarbeitet haben.
Ein Beispiel:
Eine Mutter kam zu mir. Ihre Tochter weinte jeden Morgen vor der Schule.
Als wir tiefer schauten, zeigte sich:
Die Mutter hatte selbst massive Schulangst gehabt – die sie aber „erfolgreich” verdrängt und kompensiert hatte.
Die Tochter durfte jetzt das zeigen, was die Mutter damals nicht zeigen konnte.
Als die Mutter ihre eigenen Schulthemen heilte, löste sich die Angst der Tochter.
2. Dein Kind lernt ANDERS
Das Schulsystem ist für einen bestimmten Lerntyp gemacht:
∙ Still sitzen
∙ Zuhören
∙ Aufschreiben
∙ Wiedergeben
Aber was, wenn dein Kind so NICHT lernt?
Es gibt vier Hauptlerntypen:
Visuell: Lernt durch Sehen (Bilder, Grafiken, Farben)
Auditiv: Lernt durch Hören (Erklärungen, Diskussionen)
Kinästhetisch: Lernt durch Bewegung und Anfassen
Kommunikativ: Lernt durch Austausch und Sprechen
Ein kinästhetisches Kind kann nicht 45 Minuten still sitzen.
Es BRAUCHT Bewegung, um zu verstehen.
Wird es dafür bestraft? Ja.
Ist es „falsch”? Nein.
Es lernt nur anders.
In meiner Arbeit analysiere ich den Lerntyp deines Kindes und zeige dir, wie du es optimal unterstützen kannst – auch im starren Schulsystem.
3. Hochsensitivität wird als „schwierig” missverstanden
Viele Kinder, die die Schule verweigern, sind hochsensitiv.
Sie nehmen mehr wahr:
∙ Laute Geräusche in der Pause
∙ Die Stimmung der Lehrerin
∙ Die Anspannung der Mitschüler
∙ Den Leistungsdruck
Für sie ist Schule kein normaler Ort. Es ist Reizüberflutung.
Sie kommen nach Hause: erschöpft, überreizt, leer.
Und dann sollen sie noch Hausaufgaben machen?
Unmöglich.
Aber das wird nicht als Hochsensitivität erkannt.
Es wird als „Verweigerung” gedeutet.
Dein Kind ist nicht schwierig.
Es ist hochsensitiv.
Und genau das darf gesehen werden.
Was du JETZT tun kannst
1. Schau auf DICH
Frag dich ehrlich:
∙ Wie war Schule für mich?
∙ Welche ungelösten Themen trage ich noch?
∙ Was triggert mich am Verhalten meines Kindes?
2. Verstehe den Lerntyp deines Kindes
Lade dir mein kostenloses Freebie herunter:
„Lernstile & Lerntypen – So lernt dein Kind am besten”
3. Lass dich begleiten
Du musst das nicht alleine herausfinden.
In meiner 10-wöchigen Begleitung schauen wir gemeinsam:
∙ Was ist DEIN Anteil?
∙ Was bringt dein Kind mit?
∙ Wie können wir Blockaden lösen?
Das Ziel: Leichtigkeit statt Kampf
Stell dir vor:
Dein Kind geht morgens zur Schule – ohne Drama.
Es kommt nach Hause und erzählt, wie der Tag war.
Hausaufgaben werden gemacht – nicht perfekt, aber ohne Eskalation.
Das ist möglich.
Nicht durch mehr Druck.
Nicht durch mehr Therapie fürs Kind.
Sondern durch Heilung bei DIR.
Von Herzen,
Bettina Manz
Kinesiologin & Elterncoach
Comments